Geeignet für alle, besonders diejenigen, die eine eigene Ausrüstung besitzen, Anfänger wie Fortgeschrittene
Du übst möglichst mit Deiner eigenen Ausrüstung, bzw. mit einem Gurtzeug mit gleicher Anbringung der Rettung wie bei Deinem Gurtzeug. Es gibt Rücken-, Boden-, Seiten- und Frontcontainer. Das Gurtzeug wird in einem geschlossenen Raum aufgehängt, Du setzt Dich hinein, wir simulieren starke Turbulenzen, indem Du in Deinem Gurtzeug heftig durchgeschüttelt wirst. Auf Kommando des Fluglehrers greifst Du zu Deiner Rettung und ziehst sie mit einem kräftigen Zug aus dem Container, um sie so kraftvoll wie möglich von Dir wegzuschleudern. Die Rettung wird zuvor ausgebaut und gesichert, so dass sich der Rettungsschirm nicht öffnet. Anschließend wird die Rettung von einem Fachmann wieder entsichert und ordnungsgemäß in den Container wieder eingebaut. Wichtig ist auch, was nach der Auslösung passiert. Du bekommst erklärt, wie der Gleitschirm eingeholt werden muss und wie man sich am besten abrollt. Zu Deiner Beruhigung: in unserer Schulung gab es bisher nur eine einzige Rettungsauslösung, die Dank unseres vorherigen Trainings perfekt gelang. Dennoch muss man als Pilot einfach damit rechnen, mal einen Fehler zu machen, oder schlimmsten Falls auch mal mit einem anderen Piloten zu kollidieren, der einen Fehler gemacht hat.
Bei dieser Gelegenheit trainieren wir auch einen anderen sehr schweren Gefahrenzustand: sich im Gurtzeug „festzuhaken“ und in einen stabilen Zustand zu bringen, der eine Korrektur zulässt, falls man vergessen hat, die Beingurte zu schließen, was nie, nie, nie passieren sollte! Denn man rutscht sofort nach dem Start nach unten aus dem Gurtzeug heraus und „fällt“ herunter. Es ist eine körperlich sehr schwierige Übung, bei der man viel Kraft benötigt, die im Ernstfall auch nur selten wirklich gelingt. Der wichtigste Effekt ist sicher der, auch hier das Bewusstsein dafür zu schulen, wie unglaublich wichtig es ist, immer seine Beingurte zu schließen und dies unmittelbar vor Abflug nochmals zu checken.