Flugschule Siegen

und Flugsportladen Siegen

Claus Vischer

Eisenhutstraße 48

57078 Siegen/ Eiserfeld

Tel.: 0271-382332

E-Mail: info@flugsport.de

Öffnungszeiten:

Unsere Öffnungszeiten sind

unregelmĂ€ĂŸig. Bitte vereinbare

telefonisch einen Termin. Tele-

fonisch erreichbar sind wir von

Mo - Fr 10:00 bis 17:00 Uhr

Tel.: 0271-382332

Wann finden Kurse statt?

An jedem Wochenende...

Pfeil_li_mini_grau mehr

Pfad:
Flugsport.de Flugschule Siegen Flugschule Allgemeines Wettbewerbe und StreckenflĂŒge
Wettbewerbserfolge und außergewöhnliche Streckenflüge

tb_strecke1 Claus Vischer, GrĂŒnder und Leiter der Flugschule Siegen hat 1991 mit dem Fliegen begonnen, 1992 ging er bereits zum ersten Mal auf Strecke. 1998 machte er direkt den 2. Platz in der Sportklasse der Deutschen Streckenflugmeisterschaft (heute jĂ€hrlicher Online-Contest), als diese neu eingefĂŒhrt wurde. Seine punktbesten FlĂŒge waren damals 2 FAI Dreiecke von Fiesch aus mit 110 und 125 km LĂ€nge. Die Leistung des damals verwendeten Schirms lag deutlich unter der heutiger Schulschirme. Damals war allerdings das Prozedere noch ganz anders als heute und erheblich komplizierter. Man musste vor und nach dem Streckenflug je einen Zeugen suchen, der Start und Landung bestĂ€tigt und dies unterschreibt. Vor Beginn des Flugs wurden Wendepunkte und das Ziel benannt, die man auch erreichen musste, wenn die Aufgabe den Bonusfaktor fĂŒr ein Dreieck oder Zielflug erhalten sollte. Per Foto aus einem festgelegten Fotosektor war der Überflug der Wendepunkte zu dokumentieren. Heute fliegt man fĂŒr die als Online-Contest organisierte Deutsche Streckenflugmeisterschaft so, wie es gerade klappt, dokumentiert per GPS-Aufzeichnung und reicht anschließend beim Online-Contest seinen Flug ein. Das ist schon erheblich einfacher geworden. Anders ist dies nach wie vor bei festen Wettbewerben, die in der Regel in einer festgelegten Woche stattfinden. Diese ĂŒben einen ungebrochenen Reiz auf Claus aus ....

 

Was ist für Claus so reizvoll an einem Wettbewerb?

tb_strecke2 tb_strecke3Ähnlich dem frĂŒher ĂŒblichen Verfahren der Deutschen Streckenflugmeisterschaft, ist aktuell die Organisation von festen Wettbewerben fĂŒr Streckenflug. Hier werden tĂ€glich durch ein Organisationskomitee je nach Wettermöglichkeiten und dadurch vorgegebenen Windrichtungen Streckenflugaufgaben definiert, hĂ€ufig mit festen Wende- und Zielpunkten, die von den Teilnehmern anzusteuern sind. Durch die Vergabe von Punkten wird jeden Tag bewertet, in wie weit diese Ziele erreicht wurden, dann zĂ€hlt als nĂ€chstes die Geschwindigkeit: wer das am schnellsten schafft, erhĂ€lt natĂŒrlich mehr Punkte. Am Ende werden sĂ€mtliche erreichte Punktzahlen aller Tasks und Tage zusammengezĂ€hlt und die Gesamtsieger und die der jeweiligen Gleitschirm-Klassen ermittelt. Denn nur bei relativ Ă€hnlicher Schirm-Klasse lassen sich die Piloten letztlich gerecht vergleichen. Dennoch kann man natĂŒrlich zusĂ€tzlich Sieger in der Gesamtwertung werden, unabhĂ€ngig von der Gleitschirm-Klasse.

tb_strecke5tb_strecke4Claus hat bereits etliche gute PlĂ€tze bei den verschiedensten Streckenflugwettbewerben belegt und es vergeht eigentlich kein Jahr, in dem er nicht irgendwo unter den ersten PlĂ€tzen liegt. Wobei er sich pro Jahr höchstens 1-2 Wettbewerbe gönnt, die seinen Flugschul-Betrieb nicht allzu sehr stören, d. h. im Winter in Australien, da dann tatsĂ€chlich wenig los ist in der Flugschule und wenn möglich, einen weiteren Wettbewerb in den Sommerferien, fĂŒr den ihn seine Kollegen in der Flugschule dann wirklich mal komplett vertreten mĂŒssen.

Fragt man ihn, warum er so gerne Wettbewerbe fliegt, so antwortet er, es mache ihm einfach Spaß. Insbesondere zu Beginn seiner Flugzeit habe er bei Wettbewerben auch sehr viel von anderen gelernt. Hinzu kĂ€me, dass es bei Wettbewerben manchmal einfacher sei, weite Strecken zu fliegen, weil schon mal andere Piloten in Sichtweite sind. Bei einem Wettbewerb konzentriert er sich ein paar Tage nur auf das Fliegen und das motiviert ihn weitere Strecken zu fliegen, auch an Tagen, an denen das Wetter dafĂŒr nicht ideal ist. Außerdem ist teilweise die RĂŒckholung der Piloten organisiert. Claus ist der Meinung, dass man als Fluglehrer in jeder Hinsicht deutlich besser fliegen mĂŒsse als ein Durchschnittspilot. Man mĂŒsse schließlich auch etwas zu bieten und beizubringen haben.

 

Letzte Wettbewerbserfolge von Claus Vischer

2010, 1. Platz Serienklasse, Varus Flatlands

Streckenflugwettbewerb bei Bielefeld, Deutschland mit Gleitschirm LTF C Einstufung

2010, 2. Platz Sportklasse („2er“ und „EN C“) XC-Open Manilla

Streckenflugwettbewerb in Manilla, Australien, Gleitschirm 2er-Klasse

2009, 1. Platz Gesamtwertung,
Streckenflugmeisterschaft Rhein-Mosel-Lahn

Online Contest Streckenflugwettbewerb nur mit Flügen mit Start von den GelĂ€nden Rhein-Mosel-Lahn über 1 Jahr, Deutschland, Gleitschirm 1-2er Klasse

2008, 1. Platz 1-2er Klasse („Fun Class“), XC-Open Manilla

Streckenflugwettbewerb in Manilla, Australien, Gleitschirm 1-2er Klasse

2007, 2. Platz Gesamtwertung,
Norddeutsche Landesmeisterschaft innerhalb German Flatlands

Streckenflugwettbewerb am „Alten Lager“ bei Berlin, Deutschland, Gleitschirm 2er Klasse

2006, 1. Platz Gesamtwertung,
Norddeutsche Landesmeisterschaft innerhalb German Flatlands

Streckenflugwettbewerb am „Alten Lager“ bei Berlin, Deutschland, Gleitschirm 2-3er Klasse

2005, 1. Platz Sportklasse,
Australische Meisterschaft (Australian Open)

Streckenflugwettbewerb in Bright, Australien, Gleitschirm 2er Klasse

2005, 1. XC-Cup Rheinland-Pfalz und Saarland

Online Contest Streckenflugwettbewerb, Gleitschirm Offene Klasse

2004, 1. Platz Serien- und Sportklasse,
Australische Meisterschaft (Australian Open)

Streckenflugwettbewerb in Bright, Australien, Gleitschirm 2er Klasse

2003, 16. Endstand internationaler OLC-Contest Weltweitwertung

Mehrere FAI Dreiecke im Wallis bis 160 km

 

 

Tschüss Alltag: sofort raus auf Strecke – fliegen gehen

tb_strecke6 Claus ist ein leidenschaftlicher Flieger, der außerdem gerne alles, was er möchte, „sofort“ machen will. Kein Wunder also, dass er am liebsten in seinem direkten Umfeld fliegt, d. h. im Mittelgebirge. Fliegen ist fĂŒr ihn „das Höchste“, sozusagen der Inbegriff seiner persönlichen Freude am Leben. Er liebt das Abenteuer, immer wieder neue Routen zu suchen, neue Landschaften zu entdecken und ganz besonders mit Vögeln in der Thermik seine Kreise zu ziehen. Claus ist viel zu ungeduldig, um fĂŒr jeden Streckenflug erst „werweißwohin“ fahren zu mĂŒssen. Also nutzt er jede gute Gelegenheit, wenn er in der Woche keine Kurse anbieten kann, direkt vor der HaustĂŒr zu fliegen: d. h. geschwind seine AusrĂŒstung zu packen, ins Auto zu werfen und loszuziehen ... Und irgendwann, wenn er gezwungenermaßen nicht mehr weiterkommt und schließlich „absĂ€uft“, dann wird man ihn sofort sein „Zeug“ von sich werfen sehen und möglichst bei der nĂ€chst gelegenen grĂ¶ĂŸeren PfĂŒtze ins Wasser springen ....

 

Spezialist für Mittelgebirge und Flachland, „Fach-Autor“

tb_haufbau4 tb_strecke7Die Folge ist, dass er sich zu einem anerkannten Spezialisten fĂŒr‘s Streckenfliegen im Flachland und Mittelgebirge entwickelt hat. Er wurde deshalb vom DHV gebeten, fĂŒr das aktuelle DHV-Lehrbuch „Gleitschirmfliegen fĂŒr Meister“ ein Kapitel ĂŒber die Besonderheiten des Streckenfliegens im Flachland zu schreiben. Das Buch gibt es natĂŒrlich in unserem Flugsportladen, es ist aber auch beim DHV und in vielen Buchhandlungen erhĂ€ltlich.

Ein weiterer Nebeneffekt ist, dass er dadurch seit Jahren in vielen der fĂŒr ihn relativ schnell erreichbaren umliegenden GelĂ€nde (ca. im Umkreis von 200 km) auch aktuell den lokalen Streckenrekord hĂ€lt. 2001 gewann er die Gesamtwertung des XC-Cups mit bis heute ungeschlagener Punktezahl. Claus kann eine Menge weitergeben an Streckenflugerfahrung, GerĂ€tebeherrschung und Flugtaktik. Vor allem aber tut er dies sehr freigiebig und er empfindet echte, direkte Freude, wenn seine SchĂŒler selbst zu erfolgreichen Fliegern werden. „Schau mal“ sagte er vor kurzem zu mir: „da fliegen sie.“ Und dann mit einem stolzerfĂŒllten LĂ€cheln „hmmm, und ich habe es Ihnen beigebracht.“

 

Besondere Mittelgebirgs-Streckenflüge von Claus Vischer

Manilla bis nach NĂ€he Yetman, Australien, 186 km

In Manilla fliegt man zuerst wie im Mittelgebirge (die Berge sind 100 – 500 m ĂŒber dem Flachland) und nach 30 – 90 km (je nach Flugrichtung) im Flachland. Ca. 7 Stunden, 2010, Gleitschirm 2er Klasse, weitester Flug, viele andere weite FlĂŒge in Manilla, Australien vergl. akt. Online Contest (Link s. u.)

Zeltingen (Mosel) bis nach Frankreich, 155 km und 153 km

2 FlĂŒge in 3 Tagen je ca. 6 Stunden, 2001, Gleitschirm 2-3er Klasse, noch heute GelĂ€nde-Rekord

Mihla bei Eisenach bis nach Dessau, Elbe, 155 km

ca. 6 Stunden, 2000, Gleitschirm 2-3er Klasse, noch heute GelÀnde-Rekord

Herdorf bei Siegen bis nach Gersfeld, NÀhe Wasserkuppe, Rhön, 145 km

ca. 5 1/2 Stunden, 2005, Gleitschirm 2er Klasse, noch heute GelÀnde-Rekord

Bad Laasphe, Kreis Siegen bis an Luxemburger Grenze, 144 km

ca. 5 1/2 Stunden, 1997, Gleitschirm „offene Klasse“, noch heute GelĂ€nde-Rekord

Boppard bis nach DĂŒren, Eifelrand, 110 km

ca. 5 Stunden, 2009, Gleitschirm 1-2er Klasse, noch heute GelÀnde-Rekord ?

Wasserkuppe SĂŒdhang bis nach Bad-Soden Allendorf, 90 km

ca. 4 1/2 Stunden, 1997, Gleitschirm 2er Klasse, noch heute GelÀnde-Rekord

Nordhelle bis nach NĂ€he Koblenz, 90 km

ca 3 Stunden, 2008, Gleitschirm „offene Klasse“

WindengelĂ€nde Ühlhof bei Olpe bis nach Remscheid, 60 km

ca. 2 1/2 Stunden, 2008, Gleitschirm „offene Klasse“, noch heute GelĂ€nde-Rekord, geplante Landung, um Tochter zu besuchen.

Alle FlĂŒge ab 2006 vergl.: xc.dhv.de

FrĂŒhere FlĂŒge sind ab 2001 im Online Contest dokumentiert, noch frĂŒhere FlĂŒge in der oben beschriebenen Art und Weise (Start- und Landezeuge, Fotonachweis beim DHV dokumentiert im Deutschen Streckenflug Pokal

 

Gunther Gabriel: super talentierter Schüler, wird Lehrer

tb_strecke8 tb_strecke9Unvergesslich bleibt fĂŒr uns Gunthers besonders spektakulĂ€r ausgefĂŒhrter und umgekehrt proportional – extrem lapidar erzĂ€hlter – erster Streckenflug aus unserem Schulungsgebiet in SĂŒdtirol ĂŒber die Rodenecker Alm und weitere Gipfel zur Plose und zurĂŒck nach Rodeneck. Wir warteten bereits den ganzen Tag auf seine RĂŒckkehr und begannen, uns ernsthafte Sorgen zu machen, weil wir ihn mit nichts erreichen konnten. Denn Gunther war erst 3 Monate frisch gebackener A-Lizensierter und niemand ahnte, dass er „mal eben“ auf eigene Faust und ohne jede AnkĂŒndigung fast alles das umgesetzt hatte, was Claus am Vorabend seinen B-Schein-AnwĂ€rtern erklĂ€rt hatte, darunter auch Gunther.

Endlich, endlich kam er spĂ€t nachmittags– mit den HĂ€nden in den Hosentaschen in den Garten geschlappt, als hĂ€tte er bis gerade brav in seinem Zimmer gesessen ... „Mensch Gunther, wo warst Du denn .......“ – „Ach, ich bin zur Plose geflogen. Ja und da ging es nicht weiter. Blöderweise musste ich auf der Plose landen.“ – „Ja das ist ja der Wahnsinn. GlĂŒckwunsch. Und wie bist Du jetzt hierher gekommen, Mensch, wir hĂ€tten Dich doch holen können ...“ – „Ja ja, ich weiß. Aber ich bin einfach von hinten nach vorne rumgelaufen und dann vorne wieder gestartet. Es hat meinen Schirm zwar ordentlich hochgerissen beim Start und ich flog so ca. 40 m erst mal eher nach oben als nach vorne, aber dann ging‘s doch vorwĂ€rts. Ja und dann habe ich mit ziemlich viel Gegenwind die Schlucht ĂŒberquert. Aber es hat ja gelangt. Ja, und das letzte StĂŒck bin ich gelaufen. War ja nicht mehr weit.“ Diesem Typ ist kaum zu helfen – denn er macht es schon alleine ganz gut ...In den nĂ€chsten Jahren flog er auch ein paar Wettbewerbe zusammen mit Claus und war immer souverĂ€n unterwegs. Heute ist Gunther ĂŒbrigens ein sehr engagierter und wertvoller Mitarbeiter und Fluglehrer der Flugschule Siegen.

 

Streckenflüge von Gunther Gabriel, Fluglehrerassistent

Venezien nach Slowenien und zurĂŒck, 90 km

ca. 5 1/2 Stunden, 2009, Gleitschirm 1-2er Klasse

Rodeneck nach Sillian, 66 km

ca. 4 Stunden, 2010, Gleitschirm Tandem 1-2er Klasse

Rodeneck nach Sillian, 65 km

ca. 3 Stunden, 2008, Gleitschirm 1-2er Klasse

Fiesch entlang Goms und zurĂŒck, 50 km

ca. 5 Stunden, 2009, Gleitschirm 1-2er Klasse

Boppard bis zum NĂŒrburgring, 49 km

ca. 3 Stunden, 2008, Gleitschirm 1-2er Klasse

Speikboden nach Bruneck, 36 km

ca. 2 1/2 Stunden, 2009, Gleitschirm 1-2er Klasse

Boppard bis Lasserg, 33 km

ca. 1 1/2 Stunden, 2008, Gleitschirm 1-2er Klasse

Vergleiche: xc.dhv.de

Â